Gefährdung durch Morbide Adipositas (krankhafte Übergewichtigkeit oder Fettsucht)

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (34 von 36) der OECD-Mitgliedsländer ist übergewichtig und jeder vierte leidet unter krankhafte Fettsucht. Übergewichtigkeit und damit verbundene Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und einige Krebsarten verkürzen das Leben des Menschen um durchschnittlich 2,7 Jahre. In einigen Ländern beträgt diese Zahl bis zu 5 Jahre, da in den letzten 30 Jahren 462 Millionen betroffen waren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 212 Millionen Diabetes aufgrund von Übergewicht. Voraussichtlich werden es im Jahr 2050, 92 Millionen Menschen aufgrund von Krankheiten im Zusammenhang mit Morbide Adipositas die früher sterben.

Der OECD-Bericht „Adipositas und die Ökonomie der Prävention“, von dem der erste 2010 veröffentlicht wurde, wurde Ende 2019 zum zweiten Mal mit neuen Zahlen veröffentlicht. Vor 10 Jahren hatten in den OECD-Ländern jeder fünfte Menschen Fettsucht, während im Jahr 2019 war jeder vierte Menschen betroffen. Insbesondere in den letzten Jahren hat die Zahl der krankhaft übergewichtigen Menschen zugenommen.

Der Begriff Adipositas bedeutet starkes oder krankhaftes Übergewicht, oft wird er auch als „Fettleibigkeit" oder „Fettsucht" übersetzt und dadurch entsteht eine verkürzte Lebenserwartung. Unsere Spezialisten für Adipositas-Chirurgie im Mediline Hospital sagte, dass es trotz Ernährung, Bewegung und psychologischer Unterstützung schwierig ist Gewicht zu verlieren. Es können nur 2-3 Prozent der krankhaft fettleibigen Menschen erfolgreich mit Diät und Trainingsmethode abnehmen.

Unsere Experten sagten, "Zu den Folgeerkrankungen gehören Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Schlafapnoe (Schlaf-Atem-Aussetzer) und bis hin zu verschiedenen Krebserkrankungen die mit denen krankhaft übergewichtige Menschen konfrontiert werden" und erklären die Beziehung zwischen diesen Krankheiten und Morbide Adipositas:

Morbide Adipositas und Diabetes: Durch eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper verhindert die Freisetzung von Hormonen, die die Übertragung von Insulin auf die Zellen ermöglichen. Dieser Zustand führt zu Typ-2-Diabetes. Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation), 80 Prozent der Fälle von Typ-2-Diabetes in Europa werden durch Fettleibigkeit verursacht. Je höher das Übergewicht ist, wird bei der Insulinresistenz die Zellen schlechter auf das Hormon an, sodass diese zu wenig Zuckeraufnehmen. Die Hauptursache für Insulinresistenz ist die Ansammlung von Fett in verschiedenen Körperteilen, insbesondere um die Taille. Das Risiko für Diabetes steigt, wenn der Taillenumfang bei Frauen zwischen 80 und 90 cm und bei Männern zwischen 100 cm liegt.

Morbide Adipositas und Herzerkrankungen: Fettleibigkeit kann zu verschiedenen Veränderungen in der Struktur und Funktion des Herzens führen. Koronare Herzkrankheit, periphere Arterienerkrankung, Veneninsuffizienz, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Adipositas-Kardiomyopathie und Herzrhythmusstörungen sind die wichtigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die sich aufgrund von Adipositas entwickeln. 

Der Fettüberschuss, der sich um die Taille angesammelt hat ist im Allgemeinen direkt proportional zur Fettmenge, die sich in inneren Organen wie Herz und Leber angesammelt hat. Diese Situation erleichtert die Entwicklung von Arteriosklerose. Studien zeigen, dass sich im Bauchbereich angesammelte Fettzellen von Fettzellen in anderen Körperteilen unterscheiden und die innere Oberfläche des Gefäßes schädigen können.

In einer Studie von der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt ist, wurden 160.000 Frauen 11 Jahre lang beobachtet. Die Personen die innerhalb weniger Monate nach dem Abnehmen wieder zugenommen haben, haben das Risiko eines plötzlichen Herztodes wiederum die Personen die ihren Gewicht behalten haben stieg der Herztod um 3,5 fache. In derselben Studie wurde festgestellt, bei normalgewichtigen Personen die in der Gewichtzunahme und -abnahme das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 66% zunahm.

Krankhafte Fettleibigkeit und Schlaganfall: Alle 3 Minuten erleiden Menschen in der Türkei einen Schlaganfall.

Fettleibigkeit ist ein Hauptrisikofaktor für Männer und Frauen. Das Schlaganfallrisiko kann sich aufgrund der Entzündung erhöhen, die von übermäßigem Fettgewebe im Körper auftreten. Dies kann zu einem Schlaganfall führen, indem der intravaskuläre Blutfluss blockiert und das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln erhöht wird. Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen erhöhtem Fettgewebe und dem Schlaganfallrisiko. Ein Schlaganfall tritt auf, wenn der Blutfluss zum Gehirn aufgrund eines Gerinnsels im Gehirngefäß abnimmt oder stoppt. 85% der Schlaganfälle gehören zu dieser Gruppe.

Krankhafte Fettleibigkeit und Schlafapnoe: Bei Patienten mit Fettleibigkeit durchhängen die Gaumenzäpfchen und des Gaumens. An obstruktiver Schlafapnoe leiden viele, da Fetteinlagerung im Gaumen- und Rachenbereich das Atmen erschweren oder im Liegen die Funktion der Luftröhre beeinträchtigen können. Fettleibigkeit ist sowohl die Ursache als auch die Auswirkung von Schlafapnoe. Mangelnder Schlaf senkt das Wachstumshormon ab. Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel und der Körper beginnt an fett zu bilden. Es gibt einen Teufelskreis zwischen Schlafapnoe und Fettleibigkeit. Infolge von Schlafmangel führt dies widerum zu gesteigertem Appetit in den Wachphasen. Übergewicht und Schlafapnoe bedingen sich oft davon.

Krankhafte Fettleibigkeit und einige Arten von Krebs: Mit zunehmendem Fettgewebe im Bauch- und Hüftbereich steigt das Krebsrisiko. Das Krebsrisiko bei Patienten mit krankhafter Adipositas liegt bei Frauen 37% und bei Männern 25%. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Brust-, Darm-, Speiseröhren-, Magen-, Nieren- und Gallenblasenkrebs gibt. Bei Frauen, insbesondere in der Zeit nach der Menopause ist das Brustkrebsrisiko um etwa 1,5 höher. Dieses erhöhte Risiko wurde auf hohe Östrogenhormonspiegel zurückgeführt. Brustkrebs bei adipösen oder übergewichtigen Frauen wird aufgrund des dichteren und größeren Brustgewebes zu einem späteren Zeitpunkt festgestellt.

Was können Sie tun, um krankhafte Fettleibigkeit zu vermeiden?

Die Spezialisten der Abteilung für Adipositas-Chirurgie und allgemeine Chirurgie des Eilzığ Private Mediline Hospital haben die Maßnahmen zur Vorbeugung von Adipositas wie folgt aufgelistet:

- Ändern Sie Ihre Essgewohnheiten. Es ist nützlich eine professionelle Hilfe zu erhalten. Ihr Ernährungsberater kann Ihnen helfen, Ihr Idealgewicht zu erreichen.

- Mehr Beweglichkeit. Ihr erstes Ziel soll bis zu 10 Prozent Ihres Körpergewichts zu verlieren. Führen Sie regelmäßig mindestens 30-45 Minuten körperliche Aktivität pro Tag durch.

- Medizinische Unterstützung. Einige übergewichtige Personen können mit Medikamenten abnehmen. Medikamente wirken nicht allein Wunder, sie sollen durch Ernährung und Bewegung unterstützt werden.

- Sprechen Sie mit unseren Spezialisten für die Operation. Wenn Sie trotz Ernährung, Bewegung und Medikamenten nicht abnehmen können, sollten Sie bariatrische Operationen in Betracht ziehen.


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